
Airbus-Simulator für Privatpiloten. Die Perspektive des Airliners verstehen.
Eine Session im Airbus-Simulator für Privatpiloten: Im Level-D Full Flight Simulator steuerst du selbst einen Anflug und lernst TCAS, Wirbelschleppen und Luftraum aus der Sicht einer Airline-Crew kennen.
- Erfahrene Berufspiloten als Instruktoren
- Du fliegst selbst
- Keine Airbus- oder IFR-Erfahrung nötig
- Was?
- Selbst geflogene Starts und Anflüge im Airbus Level-D Full Flight Simulator: A320, A321XLR und A330
- Für wen?
- PPL, LAPL, UL und Segelflug (SPL), auch in der Ausbildung – ab 16 Jahren
- Mit wem?
- Allein, zu zweit oder als Gruppe bis 5 Personen – nur Leute, die sich kennen
- Wie lange?
- 60–90 Min. Briefing, 2–4 Std. im Simulator, danach Debriefing
- Wo?
- Hauptstandort der Flugsimulatoren ist Frankfurt am Main
- Anrechnung?
- Keine – ein Erlebnisformat mit fachlichem Schwerpunkt, keine Ausbildung
- Was kostet es?
- 1.999 € pro Session (2 Std., bis 5 Personen)= 999,50 € p. P. bei 2 Personen
- Wie buchen?
- Online mit Schwerpunkt „Pilot Awareness“ oder per Anfrage, Termin nach persönlicher Absprache
Einmal auf der anderen Seite des Mischverkehrs sitzen
Als Privatpilot fliegst du im Mischverkehr: Sichtflüge wie deine und Instrumentenflüge der Verkehrsflugzeuge nutzen denselben Luftraum, etwa unter einer Anflugstrecke oder nahe einer Kontrollzone. In dieser Session sitzt du auf der anderen Seite – im Airbus-Cockpit, die Hand am Sidestick.
Den Namen „Pilot Awareness“ haben wir bewusst gewählt. Gemeint ist das Lagebewusstsein im Cockpit: zu wissen, wo du bist, wer um dich herum fliegt und was als Nächstes passiert. Mehr zum Begriff findest du im Ratgeber Situational Awareness.
Wer einmal erlebt hat, wie eine Airline-Crew einen Anflug plant, Aufgaben verteilt und Prioritäten setzt, betrachtet Transponder, Wirbelschleppen und Luftraumgrenzen aus einer zweiten Richtung. Es geht nicht darum, den Airbus perfekt zu beherrschen, sondern um ein Verständnis, das du in deine eigene Fliegerei mitnimmst.

Ins Navigation Display blendet TCAS den Verkehr ringsum ein – sofern dessen Transponder antwortet.
Was die Crew sieht – und was nicht
Sechs Blickwinkel auf den gemeinsamen Luftraum. Im Briefing ordnen wir sie ein, im Simulator erlebst du den Arbeitsalltag dahinter: Tempo, Arbeitsteilung und den Blick durch die Frontscheibe.
Ein Verkehrsbild nur aus Transpondern
Auf dem Navigation Display zeigt das Kollisionswarnsystem TCAS der Crew die Flugzeuge in der Umgebung. Dieses Bild entsteht ausschließlich aus Transponder-Antworten. Wer nur mit FLARM unterwegs ist oder den Transponder ausgeschaltet hat, kommt darin nicht vor.
Der Blick nach draußen
Im Sinkflug arbeitet die Crew Checklisten ab, spricht mit der Flugsicherung, überwacht die Anzeigen – und sucht zwischendurch draußen nach Verkehr. TCAS hilft beim Suchen, zeigt die Position seitlich aber nur ungefähr. EUROCONTROL weist zudem darauf hin, dass eine Crew beim Ausweichen nach Sicht den falschen Verkehr für den Konfliktpartner halten kann.
Wirbelschleppen: Die Masse entscheidet
Jeder Airbus zieht unsichtbare Wirbel hinter sich her. Instrumentenflüge staffelt die Flugsicherung deshalb nach Wirbelschleppenkategorien: Je schwerer der Vorausfliegende und je leichter der Folgende, desto größer der Abstand. Im Sichtflug liegt dieser Abstand oft in deiner Hand. Nach EASA-Vorgaben ist die Begegnung mit einer Wirbelschleppe bei Start oder Anflug sogar ein Übungsbeispiel im wiederkehrenden Simulatortraining der Airline-Crews.
Tempo und Energie im Anflug
Ein Verkehrsflugzeug kommt deutlich schneller und schwerer an als dein Flugzeug und ist entsprechend weniger wendig. Wann verzögert wird, wann Klappen und Fahrwerk kommen, legt die Crew viele Meilen vor der Piste fest. Am Sidestick merkst du, wie weit du dafür vorausdenken musst.
Feste Wege rund um Verkehrsflughäfen
Rund um Flughäfen wie Frankfurt folgen Airliner veröffentlichten Abflug- und Anflugstrecken (SID und STAR) mit Vorgaben für Höhe und Geschwindigkeit. Ziel ist, dass du den Zweck von Kontrollzone, TMZ (Transponder Mandatory Zone) und RMZ (Radio Mandatory Zone) aus Sicht der Crew nachvollziehen kannst.
Funk: kurz, eindeutig, zurückgelesen
Für Airline-Crews gehört Standard-Phraseologie zum Kompetenzmodell der EASA. Die britische Luftfahrtbehörde CAA weist darauf hin, dass mit der Zahl der Anweisungen in einer Rollfreigabe auch die Fehler beim Zurücklesen (Read-back) zunehmen. Folgt eine Crew einer Ausweichempfehlung, meldet sie das knapp mit „TCAS RA“.
Die Fakten hinter dem Perspektivwechsel
Sechs Fragen zum Airliner-Verkehr, kurz beantwortet und mit Quelle belegt.
| Frage | Kurz gesagt |
|---|---|
| Sieht mich das TCAS eines Airliners? | Nur über deinen Transponder. Ist er aus oder ausgefallen, fehlst du auf der Anzeige. Signale von FLARM oder einem reinen ADS-B-Sender nutzt TCAS II nicht, und einen reinen Mode-A-Transponder fragt es gar nicht ab. |
| Wann bekommt die Crew eine Ausweichempfehlung? | Eine Resolution Advisory (RA) ist nur gegen einen Transponder mit Höhenmeldung möglich. Ohne Höhe bleibt es höchstens bei einem Verkehrshinweis (Traffic Advisory, TA). Ausgewichen wird nur vertikal: steigen, sinken oder die Vertikalrate begrenzen. |
| Wie viel Vorwarnung hat die Crew? | Bis zur größten Annäherung bleiben nach einem TA typisch 20 bis 48 Sekunden, nach einer RA typisch 15 bis 35 Sekunden – in manchen Höhenbereichen weniger. Einer RA folgt die Crew auch dann, wenn die Flugsicherung etwas anderes angewiesen hat. |
| Hat jeder Airliner TCAS II? | Seit dem 1. Dezember 2015 müssen in Europa alle zivilen Turbinenflugzeuge über 5.700 kg höchstzulässiger Startmasse oder mit mehr als 19 Passagiersitzen TCAS II in Version 7.1 an Bord haben. A320, A321XLR und A330 fallen alle darunter. |
| Welche Wirbelschleppenkategorie hat der Airbus? | Die ICAO teilt nach höchstzulässiger Startmasse ein: Light bis 7.000 kg – dazu gehören UL, Segelflugzeug und einmotoriges Reiseflugzeug –, Medium über 7.000 bis unter 136.000 kg mit A320 und A321XLR, Heavy ab 136.000 kg mit dem A330. |
| Wie schnell kommt ein Airliner im Anflug? | Ein typisches einmotoriges Reiseflugzeug gehört zur Anflugkategorie A: Seine Referenzgeschwindigkeit im Landeanflug (VREF) liegt unter 91 Knoten. Verkehrsflugzeuge liegen deutlich darüber; wie schnell genau, hängt unter anderem von ihrer Landemasse ab. |
Quellen: TCAS – EUROCONTROL, ACAS Guide, Edition 5.0. Wirbelschleppen – Einteilung der ICAO nach höchstzulässiger Startmasse, Startmassen von A320, A321XLR und A330 laut Airbus. Anflugkategorien – FAA, 14 CFR 97.3. Dass TCAS II FLARM nicht auswertet, folgt daraus, dass es nur Transponder-Antworten nutzt.
Wichtig: Diese Fakten und die Session ersetzen keine Flugvorbereitung. Aktuelle Luftraumgrenzen, TMZ, RMZ und Frequenzen findest du in der ICAO-Karte und im Luftfahrthandbuch (AIP VFR).
Alle Kategorien, Tabellen und Tipps für deinen Sichtflug: Die Airliner-Perspektive für VFR-Piloten
So läuft deine Pilot-Awareness-Session
Du bist nicht Zuschauer, du fliegst selbst. Briefing und Instruktor holen dich dort ab, wo du als VFR-Pilot stehst.
- 01
Buchen
Paket und Personenzahl wählen – über die Buttons auf dieser Seite ist der Schwerpunkt „Pilot Awareness“ schon ausgewählt. Den passenden Termin vereinbaren wir anschließend direkt mit dir.
- 02
Briefing
60 bis 90 Minuten, je nach Paket: Dein Instruktor erklärt Airbus-Cockpit und Anflugablauf, ordnet TCAS und Wirbelschleppen ein und nimmt deine Fragen aus der eigenen Fliegerei auf.
- 03
Im Simulator
Du fliegst als Pilot Flying (PF), steuerst also selbst – zum Beispiel Start, Anflug und Landung an einem großen Verkehrsflughafen. Wetter, Tageszeit und mögliche technische Störungen legen wir vorher gemeinsam fest.
- 04
Debriefing
15 bis 30 Minuten: Was hast du im Cockpit beobachtet, und was bedeutet es für deine nächsten Flüge nach Sichtflugregeln?
Lernziele der Session
Darauf arbeiten wir mit dir hin:
- Erklären können, was das TCAS eines Airliners von deinem Flugzeug erfasst – und was nicht.
- Wirbelschleppenkategorien einordnen und begründen können, warum hinter einem Airliner mehr Abstand nötig ist.
- Geschwindigkeit und Energie eines Airliners im Anflug selbst erfliegen.
- Erleben, wie eine Crew die Arbeit verteilt: Pilot Flying und Pilot Monitoring, Checklisten und Callouts.
- Verfahren rund um Verkehrsflughäfen aus Sicht eines Instrumentenflugs nachvollziehen.
- Standard-Phraseologie und sauberes Zurücklesen aus Sicht einer Airline-Crew einordnen.

Einer steuert, einer überwacht: Im Airbus ist die Arbeit klar verteilt.
Gut zu wissen: Pilot Awareness ist ein Erlebnisformat mit fachlichem Schwerpunkt, keine Ausbildung. Sie zählt für keine Lizenz oder Berechtigung und ist kein Ersatz für Übungsflüge mit deinem Fluglehrer.
Wer dich im Cockpit begleitet
Im Cockpit begleitet dich ein Instruktor aus unserem Team erfahrener Berufspiloten. Auch GAT-Gründer Tim Hittinger ist als Instruktor dabei: Er fliegt als Berufspilot auf der Langstrecke, bildet Fluglotsen aus und ist Flugfunkprüfer für AZF und BZF. So verbindet er zwei Themen dieser Session – das Airliner-Cockpit und den Sprechfunk.

Tim Hittinger
Berufspilot auf der Langstrecke
- Gründer und Leiter von GAT – German Aviation Training
- Ausbilder für Fluglotsen an der Airport Academy München
- ICAO-Sprachprüfer gemäß FCL.055 (Level 4, 5 und 6)
- Flugfunkprüfer für AZF und BZF bei der Bundesnetzagentur
Die Sessions leiten Tim Hittinger und weitere erfahrene Berufspiloten als Instruktoren.
Allein, zu zweit oder mit Fliegerfreunden
Gebucht wird der Simulator nur für dich oder deine Gruppe – höchstens 5 Personen, die sich kennen. Du zahlst pro Session, nicht pro Kopf; Briefing, Debriefing und Instruktor sind immer enthalten.
Allein
Du bist die gesamte Simulatorzeit Pilot Flying, dein Instruktor übernimmt die Aufgaben des Co-Piloten. So bekommst du die meiste Zeit am Sidestick.
Allein buchenZu zweit
Einer steuert als Pilot Flying, der andere überwacht als Pilot Monitoring (PM) und liest die Checklisten – dann wird getauscht. Passt gut mit Fliegerfreund, Partnerin oder Fluglehrer, denn so erlebt ihr die Arbeitsteilung einer Crew.
Zu zweit buchenZu dritt bis zu fünft
Ihr wechselt reihum zwischen Pilot Flying, Pilot Monitoring und dem Jumpseat direkt hinter den Pilotensitzen. Mit Medium Haul zu dritt oder Long Haul zu viert fliegt jede Person rund eine Stunde selbst, mit Long Haul zu fünft 48 Minuten.
Zu viert buchen| Paket | Preis pro Session (A320) | A321XLR oder A330 |
|---|---|---|
| Short Haul 2 Std. Simulator, 60 Min. Briefing, 15 Min. Debriefing Short Haul buchen | 1.999 € = 999,50 € p. P. bei 2 Personen | 2.199 € pro Session |
| Medium Haul 3 Std. Simulator, 90 Min. Briefing, 30 Min. Debriefing Medium Haul buchen | 2.799 € = 933 € p. P. bei 3 Personen | 3.099 € pro Session |
| Long Haul 4 Std. Simulator, 90 Min. Briefing, 30 Min. Debriefing Long Haul buchen | 3.599 € = 719,80 € p. P. bei 5 Personen | 3.999 € pro Session |
Endpreise inkl. MwSt. für die komplette Session mit 1 bis 5 Personen. Zahlung bequem per Rechnung; eine Stornierung ist bis 70 Tage vor dem Termin kostenfrei. Weitere Flugzeugtypen nur auf Anfrage – Verfügbarkeit und Preis klären wir individuell. Alle Pakete mit Preisrechner: Preise.
Welcher Airbus? Für den ersten Perspektivwechsel empfehlen wir den A320, er ist im Paketpreis enthalten. Der A321XLR hat ein Cockpit fast wie der A320, ist aber länger und schwerer. Der A330 ist ein zweistrahliges Großraumflugzeug der Wirbelschleppenkategorie Heavy – die Wahl, wenn du ein deutlich größeres und schwereres Flugzeug anfliegen möchtest.
Erst Fragen klären oder mit dem Verein kommen?
Schreib uns, welche Lizenz du hast und welche Themen dich interessieren. Wir melden uns persönlich und planen die Session mit dir.
- Schwerpunkte nach Absprache: Luftraum, TCAS, Wirbelschleppen oder Funk
- Allein, zu zweit oder bis zu 5 Personen pro Session
- Für Vereine, DTOs und ATOs: mehrere Sessions nacheinander oder an mehreren Terminen
Fragen zu Pilot Awareness
Für wen ist Pilot Awareness gedacht?
Für alle, die nach Sichtflugregeln fliegen oder es gerade lernen: mit PPL oder LAPL, als UL-Pilot oder im Segelflug (SPL). Begleitpersonen ohne Lizenz können in deiner Gruppe mitkommen, etwa Partner oder Freunde. Teilnahme ab 16 Jahren – jüngere Personen dürfen auch in Begleitung nicht in den Simulator.
Brauche ich IFR- oder Airbus-Erfahrung?
Nein. Was du für den Airbus brauchst, lernst du im Briefing: Sidestick, die wichtigsten Anzeigen und den Ablauf eines Anflugs. Funk, Karten und Flugvorbereitung kennst du schon aus deiner eigenen Fliegerei – darauf bauen wir auf.
Fliege ich selbst?
Ja, darum geht es. Allein steuerst du von der ersten bis zur letzten Simulatorminute selbst. Zu zweit tauscht ihr die Rollen von Pilot Flying und Pilot Monitoring, zu dritt, zu viert oder zu fünft wechselt ihr zusätzlich mit dem Jumpseat hinter den Pilotensitzen.
Wird die Session auf meine Lizenz angerechnet?
Nein. Die Session zählt weder für eine Lizenz oder Berechtigung noch für deren Verlängerung, etwa als Übungsflug mit Fluglehrer. Sie ist als Perspektivwechsel gedacht, nicht als Ausbildung.
Kann ich Flughafen und Szenario mitbestimmen?
Ja, das stimmen wir vorab mit dir ab: deinen Wunschflughafen, Wetter und Tageszeit und auf Wunsch technische Störungen. Auch welche Themen im Briefing im Mittelpunkt stehen, besprechen wir vorher.
Welches Paket passt zu mir?
Allein oder zu zweit passt meist Short Haul mit 2 Stunden Simulatorzeit. Möchtest du mehrere Anflüge, verschiedene Wetterlagen oder mehr Zeit für deine Fragen, wähle Medium Haul (3 Std.) oder Long Haul (4 Std.). Einen Preisrechner für jede Personenzahl gibt es auf der Seite Preise.
Wo findet die Session statt?
Hauptstandort der Flugsimulatoren ist Frankfurt am Main. Die genaue Adresse bekommst du mit der Terminbestätigung. Welchen Flughafen du im Simulator anfliegst, hängt davon nicht ab – den stimmen wir vorab mit dir ab.
Darf ich im Cockpit fotografieren oder filmen?
Foto-, Video- und Tonaufnahmen sind im Simulatorzentrum und im Simulator aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Ausnahmen nur nach vorheriger Genehmigung.

Sieh den Mischverkehr einmal aus dem Airbus-Cockpit.
Ein Anflug im Level-D Full Flight Simulator, begleitet von erfahrenen Berufspiloten – und ein Debriefing, das die Brücke zu deiner eigenen Fliegerei schlägt.