Sidestick, digitale Fly-by-Wire-Steuerung und ein Cockpit, auf dem die ganze Familie aufbaut. Ein guter Startpunkt, wenn du zum ersten Mal im Airbus sitzt.
1.999 € pro Session für Short Haul (2 Std.)
= 399,80 € p. P. bei 5 Personen · ohne Aufpreis

Ein Full Flight Simulator (FFS) ist das Trainingsgerät, auf dem Airlines ihre Piloten für ein bestimmtes Flugzeug ausbilden und prüfen. Hier erfährst du, wie er aufgebaut ist, was Level D bedeutet und wie du ihn ohne Lizenz selbst fliegst – exklusiv für dich allein oder für eine Gruppe von bis zu 5 Personen, die sich kennen.
Ein Full Flight Simulator, kurz FFS, ist ein Cockpit am Boden, das sich verhält wie ein ganz bestimmtes Flugzeug in der Luft. Die europäischen Vorgaben für Flugsimulatoren (EASA CS-FSTD(A)) verlangen dafür sinngemäß vier Dinge:
Offiziell gehört der FFS zu den Flight Simulation Training Devices (FSTD), den Trainingsgeräten der Pilotenausbildung. Er ist die einzige Geräteart darunter, bei der ein Bewegungssystem Pflicht ist. Und weil jeder FFS genau ein Muster abbildet, fliegst du den A320 und den A330 in zwei verschiedenen Simulatoren.
Vor allem Airlines und zugelassene Ausbildungsbetriebe. Wer auf ein neues Flugzeugmuster wechselt, erwirbt im FFS die Musterberechtigung (Type Rating). Für Verkehrsflugzeuge mit zwei Piloten im Cockpit schreibt das EASA-Regelwerk dafür derzeit mindestens 16 Stunden im Full Flight Simulator vor.
Danach kommen die Crews regelmäßig zurück, zum wiederkehrenden Training und zu Checks. Geübt wird dort, was sich im echten Flugzeug nicht gefahrlos üben lässt, etwa ein Triebwerksausfall beim Start oder Windscherung im Anflug.
FFS, FNPT und Full-Motion-Simulator im Vergleich
Ratgeber: Full Flight Simulator vs. FNPT in der Pilotenausbildung

Die ganze Cockpit-Kabine sitzt auf einem Bewegungssystem
Sechs Bausteine machen aus einem Cockpit-Nachbau einen Full Flight Simulator. Erst ihr Zusammenspiel sorgt dafür, dass sich ein Flug wie ein Flug anfühlt.
Die Cockpit-Kabine sitzt auf einer beweglichen Plattform mit sechs Freiheitsgraden: Nicken, Rollen, Gieren, Heben sowie seitliche und Längsbewegung. Du spürst den Schub beim Start, Turbulenzen und das Aufsetzen. Für länger anhaltende Beschleunigung kippt die Kabine unmerklich langsam nach hinten – so fühlt sich der Startlauf an, als würdest du in den Sitz gedrückt.
Vor den Cockpitfenstern liegt ein durchgehendes Panorama ohne Monitorrahmen – für beide Pilotensitze gleichzeitig. Das Bild ist so projiziert, dass es weit entfernt wirkt: Pisten, Wolken und Lichter erscheinen in natürlicher Tiefe. Tag, Dämmerung, Nacht und Wetter lassen sich frei einstellen.
Ein vollständig geschlossenes Cockpit in Originalgröße mit originalgetreuen Bedienelementen: Sidestick, Schubhebel, Overhead-Panel, Displays und Flight Management System. Die Systeme reagieren wie im Flugzeug – auch dann, wenn etwas ausfällt.
Ein Rechnermodell berechnet in Echtzeit, wie das Flugzeug auf deine Eingaben, auf Gewicht, Wind und Konfiguration reagiert. Bewegung, Sicht und Instrumente folgen diesem Modell mit kaum spürbarer Verzögerung.
Triebwerke, Fahrwerk, Rollgeräusche auf der Piste, Regen und Scheibenwischer: Was du hörst, gehört zur Simulation und passt zu dem, was das Flugzeug gerade tut.
Hinter den Pilotensitzen arbeitet der Instruktor an der Instructor Operating Station (IOS). Von dort stellt er Flughafen, Wetter, Wind, Sicht, Tageszeit und technische Störungen ein, setzt das Flugzeug bei Bedarf direkt in den Anflug und kann den Flug jederzeit anhalten.
Die Kabine steht auf sechs Zylindern. Fahren sie unterschiedlich weit aus, kann sie sich heben, senken, vor- und zurückfahren, seitlich ausweichen, nicken, rollen und drehen – sechs Freiheitsgrade. Wähle eine Flugphase oder stelle Turbulenzen ein.
Bewegung an Sechs Zylinder heben die Kabine in die Mittelstellung.
Vereinfachte, eigene Darstellung. Echte Simulatoren stimmen jede Bewegung feiner ab, und wie stark es wird, besprichst du vorher mit deinem Instruktor.
Größer, als die meisten denken: Ein Level-D Full Flight Simulator ist rund 7 Meter hoch – so hoch wie vier Erwachsene übereinander. Damit sich die Kabine frei bewegen kann, steht er in einer eigenen Halle.
Gib Schub, zieh am Sidestick, flieg Kurven, stell Turbulenzen ein und lande – die Kabine reagiert auf jede Eingabe. Du schaust von hinten in die durchsichtige Kabine: links ist links, vorn ist Flugrichtung. Die Fluglageanzeige zeigt, was das Flugzeug tut, die Kabine zeigt, was du im Simulator spürst.
Bereit auf der Startbahn. Schiebe den Schubhebel nach vorn.
Stillstand: die Kabine steht in der Mittelstellung und wartet auf deine Eingabe.
Vereinfachte, eigene Darstellung zum Ausprobieren – kein Flugtraining. Im echten Level-D-Simulator reagieren Flugzeug und Bewegung um ein Vielfaches genauer.
Tippe auf die Punkte im Bild und lerne die acht wichtigsten Bereiche kennen, die du in deiner Session selbst bedienst.

Zu jedem Punkt erscheint hier eine kurze Erklärung. Merken musst du dir nichts: Vor dem Flug geht dein Instruktor das Cockpit im Briefing mit dir durch.
Wann du welchen Bereich brauchst, zeigt die Cockpit-Tour durch den A320 in der Reihenfolge eines Flugs.
Full Flight Simulatoren werden in vier Stufen qualifiziert, von Level A bis Level D. Level D ist die höchste Qualifikationsstufe für Flugsimulatoren.
Für Level D gelten die strengsten Anforderungen an Bewegung, Sicht, Geräusche und Flugverhalten. Geprüft wird jedes einzelne Gerät von der zuständigen Luftfahrtbehörde, und zwar nicht nur einmal, sondern wiederkehrend.
Für dich heißt das: Nicht jeder Simulator mit Bewegungsplattform ist ein Full Flight Simulator, und nicht jeder Full Flight Simulator ist Level D. Bei uns fliegst du im Level-D Full Flight Simulator, also auf dem Geräteniveau, auf dem Airlines ihre Crews ausbilden und prüfen.
Bewegungsreize mindestens so wie von einer Plattform, die sich entlang dreier Achsen verschiebt und um drei Achsen dreht
durchgehendes, kollimiertes Sichtfeld je Pilot, über beide Sitze hinweg
zwischen deiner Steuereingabe und der Reaktion von Bewegung, Sicht und Instrumenten
Flugmodell auf Basis von Flugtestdaten; Cockpitgeräusche werden mit Messwerten aus dem Flugzeug verglichen
Anforderungen für Level D nach den europäischen Vorgaben für Flugsimulatoren (EASA CS-FSTD(A)), vereinfacht dargestellt.
Drei Airbus-Muster stehen fest zur Wahl. Das Cockpit-Prinzip mit Sidestick und Fly-by-Wire ist bei allen ähnlich – Größe und Gewicht sind es nicht.
Sidestick, digitale Fly-by-Wire-Steuerung und ein Cockpit, auf dem die ganze Familie aufbaut. Ein guter Startpunkt, wenn du zum ersten Mal im Airbus sitzt.
1.999 € pro Session für Short Haul (2 Std.)
= 399,80 € p. P. bei 5 Personen · ohne Aufpreis
XLR steht für „Xtra Long Range“: Mit einem zusätzlichen Tank im hinteren Rumpf kommt der A321XLR laut Airbus bis zu 4.700 nautische Meilen (rund 8.700 km) weit. Das Cockpit ist weitgehend wie im A320.
2.199 € pro Session für Short Haul (2 Std.)
inkl. Aufpreis von 100 € pro Simulatorstunde
Der Großraumjet unter den drei Typen. Das Cockpit folgt demselben Airbus-Konzept, das Flugzeug spielt aber in einer anderen Gewichtsklasse: Eine A330-800 darf laut Airbus mit bis zu 251 Tonnen starten, gut dreimal so viel wie ein A320neo.
2.199 € pro Session für Short Haul (2 Std.)
inkl. Aufpreis von 100 € pro Simulatorstunde
Weitere Flugzeugtypen nur auf Anfrage – Verfügbarkeit und Preis klären wir individuell. Anfragen kannst du zum Beispiel Airbus A350, Airbus A380, Boeing 747-400 und Boeing 747-8. Eine Zusage können wir vorab nicht geben. Anderen Flugzeugtyp anfragen
Was auf dem Programm steht, besprecht ihr im Briefing. Danach stellt dein Instruktor Flughafen, Wetter, Tageszeit und Störungen passend ein – vom ersten Start bei ruhigem Wetter bis zur Feuerwarnung im Steigflug.

Anflug auf Madeira im Sichtsystem des Simulators
Vom Cockpit-Check über den Start bis zum Aufsetzen – an einem Flughafen deiner Wahl.
Pisten zwischen Bergen und Meer, zum Beispiel auf Madeira.
Nachtflug, Nebel, Gewitter oder Seitenwind – stufenweise steigerbar und jederzeit pausierbar.
Triebwerksausfall oder Feuerwarnung: Du erlebst, wie eine Crew Checklisten strukturiert abarbeitet.
Pilot Flying und Pilot Monitoring: Einer steuert, der andere überwacht und übernimmt den Funk. Zu zweit wechselt ihr die Rollen, allein fliegst du mit dem Instruktor.
Im A321XLR fliegst du die längste Version der A320-Familie, im A330 einen Großraumjet mit deutlich mehr Masse.
Szenarien nach Absprache im Briefing und im Rahmen der technischen Möglichkeiten. Mehr zum Ablauf für Einsteiger: Flugsimulator-Erlebnis im Airbus.
Du brauchst keine Lizenz und keine Vorkenntnisse. Du buchst eine Session – exklusiv für dich allein oder für bis zu 5 Personen, die sich kennen.
Weil jeder Full Flight Simulator genau ein Muster abbildet, wählst du zuerst den Typ: A320, A321XLR oder A330. Dazu kommen 2, 3 oder 4 Stunden Simulatorzeit und die Personenzahl.
Nach deiner Buchung rufen wir dich an und suchen gemeinsam ein Zeitfenster, in dem der Simulator für dich reserviert wird.
Im Briefing lernst du Cockpit, Sicherheitsregeln und Ablauf kennen. Dann steigst du in die Simulatorkabine – allein mit dem Instruktor oder abwechselnd als Pilot Flying und Pilot Monitoring.
Gemeinsam geht ihr den Flug noch einmal durch: Was lief gut, was war knifflig, welche Fragen sind offen?
| Paket | Simulatorzeit | Briefing / Debriefing | A320 | A321XLR oder A330 |
|---|---|---|---|---|
| Short Haul | 2 Std. | 60 / 15 Min. | 1.999 € pro Session = 399,80 € p. P. bei 5 Personen | 2.199 € pro Session = 439,80 € p. P. bei 5 Personen |
| Medium Haul | 3 Std. | 90 / 30 Min. | 2.799 € pro Session = 559,80 € p. P. bei 5 Personen | 3.099 € pro Session = 619,80 € p. P. bei 5 Personen |
| Long Haul | 4 Std. | 90 / 30 Min. | 3.599 € pro Session = 719,80 € p. P. bei 5 Personen | 3.999 € pro Session = 799,80 € p. P. bei 5 Personen |
Endpreise inkl. 19 % MwSt. für die komplette Session mit 1 bis 5 Personen. Die gebuchte Zeit ist reine Simulatorzeit, Briefing und Debriefing kommen dazu.
Für die Buchung brauchst du nur Paket, Flugzeugtyp und Personenzahl. Was die Session bei deiner Gruppengröße pro Person kostet, zeigt dir der Preisrechner.
Wer einen Full Flight Simulator zum ersten Mal fliegt, braucht jemanden, der Cockpit und Systeme erklärt. Bei uns sind das erfahrene Berufspiloten – vom Briefing über die Session bis zum Debriefing.

Berufspilot auf der Langstrecke
Die Sessions leiten Tim Hittinger und weitere erfahrene Berufspiloten als Instruktoren.
Ein Full Flight Simulator bildet einen bestimmten Flugzeugtyp in Originalgröße nach, hat ein Bewegungssystem und ein Panorama-Sichtsystem und wird von einer Luftfahrtbehörde qualifiziert. Ein Gerät ohne diese Qualifikation ist kein Full Flight Simulator im Sinne der Luftfahrtvorschriften – auch wenn es sich bewegt. Zum Vergleich der Simulatorarten
Ja. Du brauchst weder eine Pilotenlizenz noch Vorkenntnisse. Teilnahme ab 16 Jahren – jüngere Personen dürfen auch in Begleitung nicht in den Simulator. Dein Instruktor ist die ganze Zeit dabei und erklärt jeden Handgriff. Auf eine Lizenz oder Berechtigung wird die Session nicht angerechnet: Sie ist ein Erlebnis- und Trainingsformat, kein Ausbildungskurs.
Fest zur Wahl stehen A320, A321XLR und A330. Der A320 ist im Paketpreis enthalten. A321XLR und A330 kosten 100 € pro Simulatorstunde mehr – für Short Haul (2 Std.) also 2.199 € pro Session statt 1.999 €. Für andere Muster wie Airbus A350, Airbus A380, Boeing 747-400 und Boeing 747-8 gibt es keinen Festpreis – sie sind nur auf Anfrage und ohne Zusage vorab möglich.
Vorn sitzen zwei Personen: eine als Pilot Flying am Sidestick, eine als Pilot Monitoring daneben. Wer gerade nicht fliegt, verfolgt den Flug direkt dahinter vom Jumpseat aus. Dein Instruktor arbeitet an der Instruktor-Station hinter euch. Fliegst du allein, setzt er sich als Co-Pilot neben dich.
Weil ein Full Flight Simulator nach den EASA-Vorgaben genau ein Flugzeugmuster abbildet: dessen Cockpit, dessen Systeme und dessen Flugverhalten auf Basis von Herstellerdaten. Ein A330 reagiert mit seiner viel größeren Masse träger als ein A320, und sein Cockpit gehört zu einem anderen Flugzeug. Deshalb wählst du den Typ schon bei der Buchung. Mehr dazu auf den Seiten A320 Simulator und A330 Simulator.
Short Haul mit 2 Stunden Simulatorzeit kostet 1.999 € pro Session für 1 bis 5 Personen (= 399,80 € p. P. bei 5 Personen). Warum eine Stunde im Full Flight Simulator so viel kostet, erfährst du unter Was kostet ein Full Flight Simulator?

Paket und Flugzeugtyp wählen, Termin persönlich abstimmen – und dann übernimmst du selbst den Sidestick.